Du fühlst Dich nicht wohl in Deiner Haut und siehst keinen Ausweg mehr? Du denkst daran, Deinem Leben ein Ende zu setzen? Du brauchst Hilfe, weißt aber nicht, wo und wie Du diese finden kannst?

Was mir während einer Krise helfen kann

Während einer persönlichen Krise sind unsere Gefühle, selbst wenn sie äußerst beunruhigend sind, vorübergehend. Im Gegensatz dazu halten unsere Grübeleien oft lange an und nähren die unangenehmen Gefühle. Die beste Art ihre Entstehung zu vermeiden ist zu wissen, wie man sie unterbricht. Zu diesem Zweck kann es hilfreich sein ein paar einfache Empfehlungen zu befolgen:

Wende Dich an eine Person Deines Vertrauens

Es kommt vor allem darauf an, Vertrauenspersonen zu haben, mit denen man über alles reden kann, über seine Gedanken, Gefühle, Ängste, usw. Wenn es innerhalb Deines Bekanntenkreises Personen gibt, denen Du besonders vertraust, melde Dich bei ihnen und unternimm etwas mit ihnen.

Wende Dich an einen Fachmann / eine Fachfrau

Die entscheidende Phase unmittelbar vor einem Suizid dauert oft nur wenige Minuten oder allenfalls ein paar Stunden. Zu wissen wie man über diesen Zeitraum hinweg kommt, bedeutet sich eine Chance zu geben, sein Problem zu lösen. In diesem Fall kann es sich als sehr sinnvoll erweisen, sich mit einem Fachmann / einer Fachfrau in Verbindung zu setzen. Hier erhältst Du eine große Auswahl an Einrichtungen, die Dir helfen können. Alles was Du dafür tun musst: Die passende Einrichtung auswählen und Dich mit ihr in Verbindung setzen.

Vermeide Isolation

Man sollte besser vermeiden während einer Krise ganz für sich zu bleiben. Es ist eher angeraten, die Wohnung zu verlassen, Leute zu treffen, auch wenn das schwierig erscheinen mag.
Doch es kann sein, dass Dir das Verlassen der Wohnung oder jemanden zu kontaktieren als unüberwindbare Anstrengung erscheint. Deshalb schlagen wir Dir im Anschluss vor, nach neuen Sinneseindrücken zu suchen.

Suche nach neuen Sinneseindrücken

In den Augenblicken einer persönlichen Krise empfinden wir oft Gefühle der Hoffnungslosigkeit, der Einsamkeit, der Reizbarkeit, der Angst, und wir haben den Eindruck, dass diese Mischung aus Gefühlen unerträglich und unveränderlich ist. Deshalb ist es äußerst wichtig, diesen Zustand der Beklemmung so schnell wie möglich zu verlassen. Dazu laden wir Dich ein, Dinge zu tun, die Dich wieder konkret mit Deiner Umgebung in Kontakt bringen, insbesondere über Deine Sinne: Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken, Sehen.

Fühlen:
Fasse raue Gegenstände an, berühre Eiswürfel, nimm eine Wechseldusche, pflege Deine Haut, lege Kalt- oder Warmkompressen auf, lasse Dich massieren, nimm ein angenehmes warmes und beruhigendes Bad, usw.

Riechen:
Rieche an angenehmen Düften oder an sehr intensiven Gerüchen wie das Aroma von Kaffee oder bestimmten Gewürzen.

Schmecken:
Trinke Wasser, Tee, usw. Je stärker die Sinneseindrücke sind, desto besser helfen sie, den unangenehmen Zustand zumindest teilweise zu unterbinden.

Hören:
Höre Dir Deine Lieblingsmusikstücke an (aber nur solche, die Dich beruhigen), usw.

Sehen:
Schaue Dir einen Film an, gehe an angenehmen Orten spazieren, zeichne oder male, usw.

Bewegen:
Bewege Dich, mache Gymnastik, gehe spazieren, räume auf, schlage auf einen Punchingball, usw.

Schreiben:
Die innere Spannung schriftlich auszudrücken kann manchen Menschen Erleichterung verschaffen.

Entspanne Dich, um Deine Gefühle in den Griff zu bekommen

Viele Techniken zur Krisenbewältigung kommen aus dem Bereich des Umgangs mit Stress. Atemtechniken, progressive Entspannungsübungen, Joggen, Yoga, usw. können sich in diesen Situationen als sehr sinnvoll erweisen.

Erstelle Dir Deinen persönlichen Krisenplan

In jedem Fall ist es sinnvoll, einen persönlichen Plan zur Krisenbewältigung auszuarbeiten. Tatsächlich macht jeder in seinem Leben unglückliche und schwer auszuhaltende Momente durch. In diesen schwierigen Momenten können uns bestimmte Aktivitäten (Musikstücke, Bücher, Aktivitäten im Freien, Sport, usw.) für eine Zeitlang Erleichterung verschaffen und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Wenn wir verzweifelt sind, kommt es häufig vor, dass wir so in unseren Emotionen gefangen sind, dass wir die einfachen Strategien vergessen, die uns schon einmal geholfen haben, unser psychisches Gleichgewicht wieder zu finden. Damit Du diese Strategien bestmöglich nutzen kannst, empfehlen wir Dir, sie auf einem Blatt Papier zu notieren und dieses Blatt an einem gut sichtbaren Ort anzubringen. Auf diesem Blatt kann Folgendes stehen:

Notfallplan für Krisenmomente

Zu kontaktierende Personen :

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Eine Person, der Du schreiben kannst :

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Ein Musikstück, das Du anhören kannst:

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Eine Aktivität, die Du machen kannst:

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Ein Buch, das Du lesen kannst:

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Ein Ort, an dem Du Dich wohl fühlst :

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Ein Fachmann, den Du im Notfall kontaktieren kannst :

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Telefonische Hilfe bei Verzweiflung (z.B. SOS Détresse : 45 45 45) :

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