Was ist eine suizidale Krise?

Eine suizidale Krise ist ein Moment intensiver Not, in dem eine Person keinen Ausweg mehr für ihr Leid sieht. Das ist kein Zeichen der Schwäche, sondern spiegelt häufig ein „zu viel", Erschöpfung oder aufgestaute Schwierigkeiten wider.

Wodurch entsteht eine Krise?

Eine Krise kann ausgelöst werden durch:

  • ein prägendes Ereignis (Trauer, Trennung),
  • längeren Stress (Vereinsamung, Überlastung, Konflikte),
  • Aneinanderreihung mehrerer Belastungen / Probleme.

Manchmal kann ein für Außenstehende scheinbar harmloses Ereignis für Betroffene der „Tropfen" sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Wie entwickelt sich eine suizidale Krise?

Die Krise entwickelt sich häufig in Etappen:

01

Die Gedanken sind vorübergehend

Auch als Suizid-Flashs bezeichnet.

02

Die Gedanken setzen sich fest und werden aufdringlich

03

Ein Ablauf wird geplant, Mittel werden gesucht

04

Es kann sein, dass die Gedanken in die Tat umgesetzt werden, manchmal nach einem letzten auslösenden Ereignis.

Solche Gedanken sind häufiger als man denkt, doch sie sind nicht unabwendbar: sie können vorübergehen, vor allem, wenn man passende Unterstützung findet.


Falls du (oder eine nahestehende Person) davon betroffen bist:

  • Rede mit einer Person deines Vertrauens darüber.
  • Wende dich an eine Telefonseelsorge (45 45 45) oder an Fachpersonal [+ Infos].
  • Meide potenzielle Suizidmittel, sofern möglich.
  • Bleib in Krisensituationen nicht allein.
Bei unmittelbarer Gefährdung

Ruf die 112 an

Bedürfnis, sofort mit jemandem zu reden: