Ich denke an Suizid

Hier helfen wir dir zu verstehen, was Suizidgedanken sind und wie du in Sicherheit bleibst, wenn du solche Gedanken hast.

Falls du gerade in einer Krisensituation steckst

Ruf die 112 an oder begib dich unverzüglich zur nächsten Notaufnahme.

Hast du das Bedürfnis, sofort mit jemandem zu reden?

Wichtig zu wissen

Suizidgedanken treten häufig auf, wenn der Leidensdruck zu groß wird und die eigenen Möglichkeiten nicht mehr ausreichen. Das ist kein Zeichen für Schwäche oder einen schlechten Charakter, sondern vielmehr ein Zeichen von Schmerz, der zu schwer geworden ist, um ihn allein zu tragen.

  • Häufig sind diese Gedanken ein Hilfeschrei und bedeuten nicht automatisch, dass du wirklich sterben willst.
  • Diese Gedanken können vorübergehen, vor allem wenn du dir Unterstützung suchst.

Fünf einfache Handlungen für sofort

01

Warte etwas ab.

Gedanken und Taten sind zwei unterschiedliche Dinge. Warten kann helfen, den Impuls abzuschwächen.

02

Denk daran: der Tod verschafft dir nicht die erstrebte Linderung.

Linderung ist ein Gefühl, das man als Lebender empfinden muss.

03

Sprich mit einer Person deines Vertrauens.

Teile deine Gedanken und Gefühle einer nahestehenden Person mit, der du vertraust.

04

Wende dich an Fachpersonal.

Arzt, Psychologe [+ Infos], Notaufnahme, Telefonseelsorge oder Selbsthilfegruppen. Schlimme Momente dauern nicht immer lange, und es kann wirklich helfen, darüber zu reden.

05

Zieh dich nicht zurück.

Auch wenn es schwerfällt, ausgehen oder Leute / Freunde treffen kann Linderung verschaffen.

Bereite einen persönlichen Krisenplan vor: Notiere dir im Voraus alle Aktivitäten, Lieder, Bücher oder Personen, die dich aufmuntern, und bewahre diese Liste für schwierige Momente griffbereit auf. Persönlicher Krisenplan →

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Kostenloses Tool

Erstelle deine Liste mit KrisenKompass

Die kostenlose App „KrisenKompass" kann dir bei der Erstellung einer Liste für dich oder eine andere Person helfen, um sich im Krisenfall besser zu fühlen oder Hilfe zu erhalten. Es handelt sich um eine Möglichkeit zur Ergänzung einer ärztlichen Beratung.

Wenn der Sturm vorüber ist, solltest du weiterhin fachlichen Rat hinzuziehen, an einem Gesprächskreis teilnehmen oder Psychotherapie in Erwägung ziehen, um einem Rückfall vorzubeugen.

Bleib in den schwierigsten Momenten möglichst nicht allein. Verurteile dich nicht für deine Gedanken, denn sie treten häufig auf, weil der Leidensdruck zu groß wird.