Sich um sich selbst kümmern

Im Umfeld einer Person mit Suizidgedanken leben, ist eine schwierige Aufgabe. Man kann sich ohnmächtig, schuldig, kraftlos und manchmal sogar entmutigt fühlen.

Deine psychische Verfassung und dein Wohlbefinden zählen ebenfalls.

Du bist nicht allein

Um durchzuhalten und dich auch um dich selbst zu kümmern, darfst du nicht vergessen, dass du selbst Unterstützung erhalten kannst und nicht alleine bist. Mit einem Gespräch über die Probleme, die du durchmachst, kannst du häufig - auch wenn es schwerzufallen scheint - der Vereinsamung entgegenwirken und wieder zu Kräften kommen.

Unterstützung von außen hilft dabei, Abstand zu gewinnen und den Alltag zu meistern. Beistand findest du zum Beispiel:

  • bei einem Arzt, einem Psychotherapeuten oder der Telefonseelsorge 45 45 45,
  • an einem Ort oder einem Zeitpunkt, an dem du deine Gefühle zum Ausdruck bringst (Schreibworkshop / Tagebuch, Austausch o. ä.),
  • bei Selbsthilfegruppen oder Vereinen.

Deine Grenzen festlegen

Darüber nachzudenken, was du zur Unterstützung beitragen kannst und bis zu welchem Grad, hilft dir dabei, dein Gleichgewicht zu wahren. Es geht nicht darum, zum „Retter" zu werden, sondern darum, präsent zu sein und die Person auf dem Weg zu professioneller Hilfe zu begleiten.

Neue Kräfte sammeln

Bleib weiterhin allen Unternehmungen treu, bei denen du neue Kräfte sammelst: spazieren gehen, Freunde treffen, Aktivitäten, die du magst.

Kümmere dich um dich selbst, dann kümmerst du dich auch um die dir nahestehende Person.

Wenn du das Bedürfnis hast, mit jemandem zu reden, ruf die 45 45 45 an - kostenlose anonyme Telefonseelsorge.